Schoffem impft Schoffem“

(und Bawwehaiser und Kläschter und Lengschder...)

Stellungnahme der Hausärzte zu Impfstoffen vom 13.4.2021:

Unter diesem Motto wurden bereits mehr als 170 SchaafheimerInnen (und 50 immobile HausbesuchspatientInnen) am vergangenen Freitag im SCHAAZ sowie in der Praxis Köstlin/Hoffmann zu Ihrem ersten Impftermin vor Ort Willkommen geheißen!

Wir Schaafheimer HausärztInnen freuen uns riesig, dass wir nun endlich auch im weltweiten Impfkonzert mitspielen dürfen – wenn auch nicht die erste Geige, die uns normalerweise in puncto Impfen anvertraut ist.

Dennoch sind wir mit vollem Engagement dabei, Ihnen aktiv einen Impftermin anzubieten, da gerade wir als Ihre jahrelangen Begleiter Ihre Grundleiden und Risiken kennen und einschätzen können. So haben wir für die ersten beiden Impfwochen aktiv PatientInnen angesprochen und zur Impfung eingeladen – hierzu stand uns der in Deutschland entwickelte und weltweit hochangesehene Impfstoff der Firma Biontech/Pfizer zur Verfügung, bedauerlicherweise in lächerlich geringer Menge (24 Impfdosen pro Arzt!).

Ab der kommenden Woche werden wir über unsere – und Ihre – Stammapotheke auch den Impfstoff von Astra Zeneca zugeteilt bekommen, der in den letzten Wochen wegen unliebsamer – wenn auch extrem seltener – Nebenwirkungen wiederholt durch die Presse gegangen ist.

Aufgrund des negativen Images wird dieser ab sofort in den deutschen Impfzentren nicht mehr verimpft, sondern die nachvollziehbaren Bedenken und Diskussionen in vollem Umfang auf uns HausärztInnen vor Ort abgewälzt!

Die Impfzentren ziehen den Schwanz ein – wir sind seit Jahr(zehnt)en für Sie da als kompetente AnsprechpartnerInnen rund um Ihren Impfschutz!

Wir werden gemäß der aktuellen Vorgabe der STIKO Astra Zeneca für Personen ab 60 Jahren zur Corona-Immunisierung anbieten und empfehlen diesen für die genannte Personengruppe auch uneingeschränkt. Wie Biontech („Comirnaty“) bietet Astra Zeneca („Vaxzevria“) einen 100%igen Schutz vor einem schweren – wenn nicht gar beatmungspflichtigem oder tödlichem – Verlauf der Covid 19-Erkrankung; gegen die grassierende britische Variante ebenfalls. Die gefürchtete Komplikation der Sinusvenenthrombose (in Deutschland 42 Fälle auf ca. 4 Millionen Impfungen, darunter vorwiegend junge Frauen, da diese in Kohorten als Krankenpflegerinnen/ Erzieherinnen/ Lehrerinnen mit Astra versorgt wurden) trat nahezu ausschließlich bei Frauen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren auf, die wir daher nur auf ausdrücklichen individuellen Wunsch mit Astra immunisieren würden. Das Krankheitsbild der Hirnvenenthrombose steht dabei in keinem Zusammenhang mit der üblichen Beinvenenthrombose, sondern beruht auf einem Autoimmunprozess, der in seltenen Fällen auch bei der Gabe bestimmter Heparine („Thrombosespritzen“) auftritt – dies hat uns in jahrzehntelanger Praxis nie davon abgehalten, gefährdeten PatientInnen Thrombosespritzen zu verschreiben.

 

Hiermit kommen wir also als Ihre vertrauten AnsprechpartnerInnen auf sie zu mit dem Aufruf:

 

Nehmen Sie Ihr Impfangebot wahr – egal mit welchem der verfügbaren geeigneten Impfstoffe!

Zeigen Sie Flagge im Kampf gegen Corona und tragen Sie dazu bei, stetig die Impfraten zu verbessern – zu Ihrem eigenen Schutz und natürlich mit dem Ziel, endlich zu einem normalen Leben und Miteinander zurückzufinden!

 

Seien Sie dabei – wir setzen auf Sie !

 

Ihre Schaafheimer HausärztInnen

Impfen im SCHAAZ:

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

wir befinden uns aktuell in der wohl psychisch belastendsten Phase der Corona-Epidemie. Wir sehnen uns nach mehr Freiheiten, sozialen Kontakten und etwas Normalität in Beruf, Schule und Freizeit. Gleichzeitig wissen wir um die anhaltende , auch vital bedrohende Gefährlichkeit des Coronavirus, die uns zur Vorsicht mahnt. Die Inzidenzzahlen werden in den nächsten Wochen auf Grund der neuen englischen Virusvariante voraussichtlich noch steigen und der wichtigste Punkt zur Eindämmung wird die Impfung sein. Hier zeichnet sich bezüglich der Impfung durch Hausärzte in Schaafheim nun ein leichter Hoffnungsschimmer ab:

 

  • Seit Ostern wurden 85 immobile Hausbesuchspatienten mit Impfstoff aus einem Impfzentrum durch uns geimpft.

     

  • in den letzen drei Wochen seit Ostern wurden zusätzlich ca. 360 Hochrisikopatienten durch Apothekenimpfstoff geimpft.

 

Weiterhin wird eine medizinische Priorisierung auch für das Impfen in Schaafheim gelten !

 

Für diese ersten Impfungen sind wir von uns aus auf immobile Menschen und Hochrisikopatienten zugegangen und dabei insbesondere auf diejenigen, die noch keine Aussicht auf einen Impftermin in einem Impfzentrum hatten. Wir möchten in den kommenden Wochen nun auch weitere bei uns angemeldete Patienten impfen, ohne dabei die Priorisierung aus dem Auge zu verlieren. 

Der Fortschritt hierbei ist ganz abhängig von der Zuteilung von Impfstoffen an uns Hausärzte, die nicht in unserer Hand liegt. Wir hoffen aber , daß diese Zuteilung  (aktuell ca 24 Impfdosen pro Arzt und Woche nun deutlich ansteigen werden).

 

Sollten Sie an einer Impfung bei uns interessiert sein, so könne Sie sich über den Button "Coronaimpfung" am  oberen Rand  dieser Seite vormerken lassen  !

 

Ihre Hausärzte im SCHAAZ

 

Alle, die den drei ersten Prioritätsgruppen angehören (siehe unten), solten sich unbedingt auch über die Homepage oder die Telefonnummern des Landes Hessen für die Impfzentren des Landkreises in Reinheim und Pfungstadt registrieren lassen (siehe unten).

Es existiert mittlerweile auch eine Nachrückerliste für ausgefallene "Astra-Impfungen" im Impfzentrum Reinheim, aktuell für die Priorisierungsgruppen eins und zwei !

Nachrücker-Liste - Perspektive LaDaDi

Anmeldung für Covid 19- Impfung in einem Impfzentrum (Reinheim/Pfungstadt):

Die Anmeldung erfolgt für Personen der ersten bis dritten Priorisierungsgruppe nicht über den Hausarzt , sondern in folgender Form:

1. Servicetelefon 0611 505 92 888  oder 116117

2. impfterminservice.de  ; Willkommen zu Ihrem Impfterminservice für Hessen |

Zur ersten Priorisierungsgruppe gehören

1. Alle Menschen ab 80 Jahren

2. Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, sowie das dortige Pflegepersonal

3. Mitarbeiter von Rettungsdiensten und ambulanten Pflegediensten

4. Mitarbeiter in besonders belasteten Krankenhäusern

Zur 2. Priorisierugsgruppe gehören:

1. Alle Menschen ab 70 Jahren

2. Trisomie 21, Demenzerkrankung und sonstige geistige Behinderung

3. Schwere ! Psychiatrische Erkrankung

4. Krebserkrankung ohne gestopptes Tumorwachstum oder Remission < 5 Jahre

5. COPD oder andere schwere Lungenerkrankung

6. Diabetes mellitus mit HBA1C> 7,5mg%

7. Leberzirrhose

8.Chronische Nierenerkrankung

9. Z.n. Organtransplantation

10. Adipositas °III (BMI > 40kg/m2)

Ferner sind Personen in ambulanter und stationärer Pflege, im Gesundheitsdienst , im Polizei- und Ordnungsdienst und bis zu zwei Kontaktpersonen von schwangeren Frauen und Pflegebedürftigen impfberechtigt. 

Zur 3. Priorisierungsgruppe gehören u.a.:

1. Alle Menschen ab 60 Jahren

2.  Krebserkrankung mit einer Remisssion über 5 Jahren

3. Immundefizienz und rheumatologische Erkrankungen

4. Herzinsuffizienz, Arterielle Hypertonie, Vorhofflimmern, KHK

5. Apoplex oder andere rheumatologische Erkrankungen

6. Asthma bronchiale

7. chronisch entzündliche Darmerkrankungen

8. Diabetes mellitus ohne Komplikationen und mit HBA1c<7,5mg%

Zur genaueren Einstfung verweisen wir auf die Coronaimpfverordnung:

 CoronaImpfV_BAnz_AT_08.02.2021_V1.pdf (bundesgesundheitsministerium.de)

Ein ärztliches Attest für die medizinischen Indikationen können wir auf Nachfrage über unsere "Überweisungsanforderung" gerne ausstellen.

* Weiterhin betreiben wir zusammen mit der Praxis Dr. Köstlin/Hofmann eine tgl.  Infektsprechstunde nach Anmeldung und unter besonderen Hygienemaßnahmen. Diese findet in abgetrennten Räumen der Praxis mit Zugang über den Finkenweg statt.

Wir möchten Sie weiterhin bitten, die regulären Praxisräume mit Erkältungssymptomen (Fieber, Halsschmerzen, Husten) im Sinne der Gesundheit anderer Patienten und unserer Angestellten nicht zu betreten, sondern uns telefonisch zu kontaktieren.

 

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